Ein Thema, deine eigenen Worte
Arbeite auf Papier oder in deinem eigenen Textprogramm. Wähle ein Thema und lasse den Rest für später. Kurze Notizen reichen; Zusatzfragen sind freiwillig. Du kannst bei der Vorbereitung bleiben.
Namen und sensible Einzelheiten sind nicht nötig. Prüfe bei gemeinsam genutzten Geräten, Druckern oder Cloud-Synchronisierung, wer die Notizen sehen kann.
1. Wähle das Thema
Beschreibe deinen Anteil am Gespräch. „Ich möchte sagen, dass ich eine andere Aufgabenverteilung brauche“ beschreibt etwas, das du tun kannst. Die Zustimmung der anderen Person liegt nicht allein bei dir.
- Worüber möchte ich sprechen?
- Was möchte ich sagen, erklären oder fragen?
- Optional: Warum ist mir das wichtig? Was lasse ich für ein anderes Gespräch?
2. Wähle ein konkretes Beispiel
Trenne das Geschehen von Vermutungen über fremde Absichten. Zum Beispiel: Am Montag und Mittwoch blieb nach dem Abendessen Geschirr stehen. Ich spülte morgens und hatte vor dem Losgehen weniger Zeit. Daraus folgt noch nicht, warum die andere Person nicht gespült hat.
- Was ist konkret passiert?
- Welche Auswirkung hatte das auf mich?
- Optional: Was habe ich beobachtet, und was vermute ich?
3. Benenne Bedürfnis und Bitte
„Ich brauche mehr Hilfe“ lässt sich konkretisieren: „Ich möchte klären, wer nach dem Abendessen die Küche aufräumt“. Du musst die beste Lösung noch nicht kennen. Das Gespräch kann auch dazu dienen, Informationen zu sammeln.
- Was brauche ich in dieser Situation?
- Was genau möchte ich sagen oder worum möchte ich bitten?
- Optional: Was möchte ich wissen, bevor wir nach einer Lösung suchen?
4. Bei Bedarf: Grenze und Spielraum
Du kannst festhalten: „Ich entscheide heute nicht. Ich brauche bis morgen Zeit“. Beschreibe eine Handlung, die dir tatsächlich möglich ist. Verwende Folgen nicht als Drohung oder Druckmittel. „Ich weiß es noch nicht“ ist eine mögliche Antwort. Du kannst diesen Schritt überspringen.
- Womit möchte oder kann ich nicht einverstanden sein?
- Wo habe ich Spielraum, um eine Lösung zu suchen?
- Optional: Was kann ich tatsächlich tun?
5. Schreibe deinen eigenen Einstieg
Zwei oder drei Sätze reichen. Lies sie nach Möglichkeit laut und streiche Wörter, die du sonst nicht benutzt.
Ein Ausgangspunkt, kein fertiges Drehbuch: „Ich möchte über … sprechen. Das ist mir wichtig, weil … Können wir uns jetzt einen Moment dafür nehmen?“
- Wie benenne ich das Thema und meinen Gesprächsanlass?
- Wie prüfe ich, ob wir jetzt in Ruhe sprechen können?
- Optional: Wie kürze ich den Einstieg, damit er nach mir klingt?
6. Bereite ein oder zwei schwierige Momente vor
Plane nicht jede mögliche Reaktion. Wähle höchstens zwei Momente. Zum Beispiel: „Ich schaue kurz in meine Notizen“, „Lass uns zuerst diese Sache zu Ende besprechen“ oder „Ich muss darüber nachdenken“.
Wähle etwas, das in deiner Situation möglich ist. Eine Pause zu machen oder das Gespräch zu verlassen ist nicht immer möglich.
- Wann könnte ich den Faden oder meine Worte verlieren?
- Was könnte ich dann sagen oder tun?
- Optional: Wie komme ich zum Thema zurück, bitte um Zeit oder um eine Pause?
Mein Gesprächszettel
Auf Seite 5 des PDFs steht ein leeres Übersichtsblatt. Behalte nur die Notizen, die du brauchst. Du kannst bei der Vorbereitung bleiben. Nach dem Gespräch kannst du auch festhalten, dass es keine Einigung gab.
- Das Thema und was ich mitteilen möchte.
- Ein konkretes Beispiel und seine Auswirkung auf mich.
- Mein Bedürfnis, meine Bitte oder Entscheidung.
- Mein Gesprächseinstieg.
- Ein schwieriger Moment und meine mögliche Antwort.
- Optional: meine Grenze und was verhandelbar ist.
- Optional: eine Frage an die andere Person.
- Danach, wenn ich möchte: Was haben wir vereinbart, was bleibt offen?
Erfundenes Beispiel: die Aufgaben in der Küche
Ich möchte eine andere Aufgabenverteilung, weil mich die jetzige belastet. Am Montag und Mittwoch blieb das Geschirr vom Abendessen bis morgens stehen. Ich spülte vor dem Losgehen, hatte weniger Zeit und war verärgert.
Ich brauche eine verlässliche Aufteilung, ohne jedes Mal erinnern zu müssen. Mein Vorschlag: Wer nicht kocht, räumt am selben Abend auf. Wir können schauen, ob das für uns funktioniert.
Einstieg: „Hast du heute kurz Zeit, um über die Küche zu sprechen? Es strengt mich an, dass ich oft abends oder am nächsten Morgen aufräume. Ich möchte eine andere Aufteilung vereinbaren“.
Bei „Aber ich mache auch viel“: „Ich möchte hören, was du übernimmst. Danach lass uns auf die Küchenaufgaben zurückkommen“. Wenn mir die Worte fehlen: „Ich brauche einen Moment. Ich schaue in meine Notizen“.
Ich möchte nicht täglich erinnern; über Tage und Ausnahmen kann ich sprechen. Meine Frage: „Welchen Anteil kannst du regelmäßig übernehmen?“ Das Beispiel verspricht keinen bestimmten Gesprächsausgang.
Umfang und Nutzung der Dateien
Das Material betrifft alltägliche Gespräche. Es beurteilt keine Sicherheit bei Drohungen, Gewalt oder möglicher Vergeltung. Es fordert nicht zur Konfrontation auf; Sicherheit und passende Unterstützung können Vorrang haben.
Druck auf A4 bei 100%, möglichst einseitig. Auch nur das Übersichtsblatt auf Seite 5 lässt sich drucken. Schwarz-Weiß-Druck ist geeignet.
Umfang der Prüfung
Es wurde weder mit Nutzenden noch durch einen tatsächlichen Ausdruck und handschriftliches Ausfüllen getestet. Wir erklären keinen vollständigen Barrierefreiheitsaudit und keine PDF/UA-Konformität. Datei- und Vorschauprüfungen ersetzen diese Tests nicht.